Mit Jessi Wald

Lange ist es mal wieder her, doch es läuft wie immer sofort von Anfang an. Das freut mich immer extrem, wenn man nicht wieder bei Null anfangen muss. Jessi ist da eher ein Naturtalent, auch wenn sie das immer nicht wahr haben möchte. Ist aber nun mal so. Aber schau selbst, was wir da in knapp einer Stunde alles produziert haben.

Und so ist es nicht verwunderlich, das schon in den ersten 10 Minuten ein Haufen Bilder im Kasten waren, die an der Kamera von uns beiden schon für gut befunden wurden. Aber auch die Sonne spielte und perfekt in die Karten. Wir hatten da einen Spot im Wald gefunden, wo die Sonne sie von hinten beleuchtete. Ich musste da von Vorne nur mit dem Blitz auffüllen. Easy going wie man so schön sagt. Das Leuchten vom Moos und die Linien der Bäume im Hintergrund taten ihr Übriges um das Bild abzurunden.

Nur wenige Meter weiter war eine kleine Senke, eine Art Graben, mit einem Hügel. Alles wirkte etwas märchenhaft und die Proportionen von Jessi zu der Natur war blickfangend. Sie wirkt dort extrem groß oder halt in einer kleinen Landschaft. Auf jeden Fall muss man doch schon 2-3 Mal genauer hinsehen.

Ja ich weiß, einfach jemanden an den Baum stellen… Aber nein, das kann nicht jeder. Es ist halt auch das „wie steht die Person am Baum“. Ich mische mich da meist nicht ein. Ich mache die Pose meist einmal vor und sage wo ich die Pose an dem Baum haben wollen würde. Und dann überlasse ich die Bühne wieder der Person. So erhalte ich eine ganz natürliche Pose, da sie nie genau so wird, wie ich sie mir vorgestellt habe, und das ist mir vorher schon bewusst. Es ist die persönliche Interpretation meiner Ansage durch die Person vor der Kamera. Oder anders gesagt ist das dann genau so, wie die Person ist.

Und dann kam die Sache mit der Brücke und der Brille. Jessi hatte ihre Location ja selbst gewählt. Auch ein großer Teil der Mitarbeit. Sie versteht es, sich nicht einfach vor die Kamera stellen zu wollen und denkt, damit ist es erledigt. Sie hat auch genaue Vorstellungen. Und sie ist gut vorbereitet, hin und wieder auch zu gut, kleiner Insider am Rande!

Die ersten Sets liefen so gut, dass wir fast vergessen hatten, ein paar Bilder mit Brille zu machen. Das holten wir nun aber an der Brücke nach. An dieser Stelle sein gesagt, dass es schon Kommentare bei Instagram gab, die nach mehr Bildern mit Brille verlangten. Da werden Jessi und ich dann beim nächsten Mal nachliefern – Versprochen!

Was man auf diesen Bildern nicht sieht, die Bilder mit dem Rücken am Geländer waren etwas unbequem. Oder wie ich immer zu sagen pflege: „wenn es sich scheiße und doof anfühlt, werden es gute Bilder“. Und so war es dann auch. Die Qual hat sich gelohnt. Ich hoffe nur, der Muskelkater ist wieder weg. Ein schöner Nebeneffekt, denn an einem Shooting Tag kann man sich meistens das Fitness Studio sparen.

Nun sind wie aber auch schon an der letzten Location angekommen, oder wie ich immer so schön sage: Am letzten Set.

Wenn man die ersten fest geplanten Locations erledigt hat, gehe ich meist noch etwas herum und gucke, ob sich noch etwas als Location aufdrängt. Etwas das auffällt oder etwas besonderes. Hier sprach mich der alte Baumstumpf an. Schon recht voll mit Moos und in der passenden Größe. Nur leider nicht so stabil wie gedacht. Anyway, da mussten wir jetzt irgendwie was daraus machen.

Bei diesem Shooting war wie immer meine Canon 6DMii mit dem Canon Objektiv 85mm 1.4 am Start. Zudem mein Standard Licht Set, welches extrem wind-UN-anfälligt ist:

Walimex Pro WT-806 Lampenstativ
Godox S2 Bowens S-Type Halterung
Neewer Standardreflektor 18cm

Godox AD200
Godox Xpro-C Flash Trigger

Bei weiteren Fragen zum Ablauf, der Technik oder was auch immer, einfach melden. Gerne auch immer in die Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.