Die Chemie

Sie ist so wichtig wie die Kommunikation mit mir. Wenn die Chemie nicht stimmt, dann läuft es auch nicht. Da kann man sich drehen und wenden wie man will. Mit Gewallt klappt es nicht. Entweder es funkt und alles läuft wie geschmiert, oder es klappt halt gar nicht. Hier ein neuer Bericht von einem Shooting mit einer Person, wo es einfach klappt und die Chemie nicht besser sein könnte.

Es sollte einfach so sein. Enya und ich waren bereits vor Jahren unterwegs gewesen. Auch damals klappte schon alles sehr gut. Kommunikation und Absprachen waren immer super. Doch dann war es ruhig geworden. Nach fast 4 Jahren kam dann wieder Leben in die Kommunikation und der Neuanfang war schnell im Kasten. Heute berichte ich schon vom dritten Termin nach der langen Pause.

Ein Lost Place war unser Ziel für diesen Termin. Ideen und Outfits waren hier ausreichend im Gepäck. Wir zogen zu dritt los. Denn diese Location ist recht weit draußen und für ein einzelnes Shooting nicht „wirtschaftlich“. Es war ein ganzer Nachmittag eingeplant, den wir dann auch im Wechsel voll ausgenutzt haben.

Es gibt in solchen Orten immer viel zu sehen, zu erkunden und zu nutzen. Enya entwickelte schnell Ideen für die Spots, die ich ihr zeigte. Meine Aufgabe war dann „nur noch“ die technische Umsetzung. Die ist aber nicht immer ganz leicht, gerade wenn das Licht mehr als 2 Facetten zeigt.

Und dann war da noch die Sache mit dem Stuhl. Enya hatte schon einige Bilder mit de Stuhl gesehen und wollte jetzt selbst welche für sich haben. Halt ihre Version. Also auch den Stuhl eingepackt und in der Location in Szene gesetzt.

Seit dem letzten Shooting hat Enya auch eine neue Seite an sich ausprobiert. Die Bilder im Wasser hatten ihr so gut gefallen, dass sie in diesem Lost Place eine Fortsetzung haben wollte. Hier danke ich einfach nochmal für das große Vertrauen, was mir für solche Bilder immer wieder geschenkt wird. Ohne Vertrauen sind diese Bilder einfach nicht möglich. Das Maß an Sichtbarem, an der Menge von Phantasie, das wird zusammen entschieden. Enya hat da sehr klare Linien für mich definiert, die ich gut als Grenze wahrnehmen kann. Und so schieße ich nicht über das Ziel hinaus.

Für mich sind diese Bilder auch immer wieder ein Highlight. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich sie nicht gerne mache. Daher gehe ich da auch immer sehr zurückhaltend ran. Vor der Kamera bestimme nicht ich den Takt, sondern die Person auf den Bildern. Jeder tickt da anders, jeder benötigt seine individuelle Zeit für diese Bilder. Und genau das gebe ich jedem, so wie sie es braucht.

Das Ergebnis sind immer ehrliche Bilder. Mit Gefühl, Stimmung und Emotionen. Nichts von der Stange und ganz individuell erstellt. Nie ganz perfekt, dafür mit den Ecken und Kanten des Lebens. Und das macht für mich die Fotografie auch aus. Wahrheit zeigen, ohne bloß zu stellen, und nichts mit Photoshop vertuschen.

In diesem Outfit haben wir dann noch mit einem Spiegel gearbeitet. Auch das wurde von Enya initiiert und von uns zusammen dann in Szene gesetzt. Gar nicht so einfach über einen kleinen Spiegel zu fokussieren.

Auch ich habe immer wieder Highlights im Gepäck, damit ich mich bedanken kann. So hatte ich diesmal Droni im Gepäck, um Luftbilder mit dem Titel „RoofTop“ zu machen. Fix den Mädels gezeigt, wie man auf das Dach kommt. Ein paar Sicherheitshinweise mitgegeben und schon ging es los. Einstellungen in der Drohne gemacht, Timer auf 5 Sekunden Intervall und fast nur aus die Flugbahn und das Posing geachtet.

Sportlich ging es da dann auch noch her. Denn das war auch ein Wunsch von ihr, etwas sportliches mit in die Bilder zu bringen. Gesagt – getan. Handstand und Brücke auf dem Dach, mit Vogelperspektive. Das nenne ich 100% Einsatz! Solche Bilder macht und hat halt nicht jeder. Auch wieder ein Grund, warum immer wieder die Menschen mit mir gerne arbeiten: Es wird nicht langweilig!

Aber ich hatte noch ein Highlight in meinem Fotorucksack. Rauchfackeln! Wer sagt da schon nein? Und in dieser Location kann man sie recht entspannt sowie sicher einsetzen. Einfach einen Ort mit Beton suchen. Auch hier wieder eine kurze Sicherheitseinweisung, damit das Shooting auch ein Erfolg wird. Schon ging es los. 60 Sekunden Sport mit Fackel. Das Ganze mit 2 Durchgängen. Fitness? Check!

Und so komme ich schon zu den letzten Bildern. Chronologisch sind sie vor dem Rauch entstanden, aber der Flow vom Text verführte mich zur kleinen Umgestaltung. Ein Bild davon ist schon das Beitragsbild gewesen. Und abschließend möchte ich diese zwei Bilder mit auf den Weg geben.

Nun bleibt mir nur noch das Schlusswort. Es war mal wieder ein tolles Shooting. Tolle Ideen wurden umgesetzt, viel Erfahrung wurde gesammelt. Auch ich habe wieder was gelernt um es beim nächsten Shooting noch besser zu machen.

Hast du noch Fragen oder möchtest mir etwas dazu mitteilen? Dann gerne über die Kommentare oder per Mail. Wie du magst.

Ich freue mich schon jetzt auf den kommenden Termin mit Enya. Der steht soweit, auch mit Ideen und Location. Der Tag muss nur noch kommen!

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