Schritt für Schritt

Jeder braucht seine Zeit, seinen Weg und seine ganz eigene Art und Weise um etwas zu machen. Und wenn das alle im Team oder Freundeskreis wissen, dann ist es auch nie ein Problem. Meist sind es einzelne Personen, die nicht die Zeit haben oder den Weg nicht mögen. Von diesen muss man sich dann distanzieren um sein persönliches Ziel zu erreichen.

Und genau darauf achte ich immer, wenn es um die Aktion „Fotos machen“ geht. Jeder ist individuell und hat seine eigenen Ecken und Kanten. Jeder braucht seinen persönlichen Weg und das passende Setup für einen Fototermin. Nicht jeder Schuh passt jeder Person. Und genau das gefällt Lena so sehr, wenn sie mit mir los zieht um Bilder zu machen.

So schaffe ich es auch immer wieder, die Bilder mit ganz natürlichem lächeln zu erzeugen. Nichts mit „Bitte lächeln“ oder „Cheese cake“, einfach den Moment abwarten und den Finger am Auslöser haben. Der beste Weg ist immer Smalltalk. Man redet über Gott und die Welt. Lästert auch mal über politische Themen. Ganz egal was es ist, die Atmosphäre muss einfach locker sein und es soll Spaß machen.

Auch wenn an diesem Termin nicht alles wie gewünscht lief, so gingen wir wieder mit tollen Bildern heim. Leider will uns die Sonne einfach nicht sehen, wenn wir für einen Sonnenuntergang verabredet sind. Der erste Termin wurde von uns abgesagt, weil Regen und Sonnenuntergang eher selten zusammen auftreten. Und es regnete den Tag.
Am zweiten Termin schoben sich dann Wolken vor die Sonne. 20 Minuten zu früh. Aber wir haben dann das Beste aus dem Termin gemacht und haben uns den Spaß nicht nehmen lassen.

Und wie bei jedem Shooting bearbeite ich die Bilder immer in einem guten Mischung. Es ist was ganz spontanes, ich überlege nicht lange. Beim Import der Bilder werden schon 70% der Werte angepasst, die ich eh bei jedem Bild verändere. Ich gehe dann nur noch durch und sortiere im ersten Schritt den technischen Schrott aus. Alles was unscharf, verwackelt, geblinzelt oder anderweitig unvorteilhaft ist, fliegt hochkant raus. Im zweiten Durchgang suche ich dann aus jedem Set ein bis zwei Bilder raus, die am besten gelungen sind. Meist bin ich dann bei einer annehmbaren Menge Bilder angekommen und starte den „Feinschliff“.

Die erste Entscheidung beim Feinschliff ist, ob das Bild farbig bleibt. Sehe ich ein Bild, bei dem ich mehr auf die emotionale Ebene möchte, wird es sehr oft in schwarzweiß umgewandelt. Denn Farbe lenkt da immer nur von ab, wenn es um Emotionen geht.
Danach wird das Bild dann zugeschnitten. Wichtig ist mir da immer, dass am Rand nichts mehr zu sehen ist, was Aufmerksamkeit auf sich zieht. Also nichts im Fokus oder sehr hell.
Kann passe ich Lichter, Tiefen, Kontrast, Klarheit und Struktur im Bild an. Auch den ein oder anderen Fleck oder Pickel rücke ich dann zu Leibe, sofern vorhaben.
Zum Schluss wird geschärft, eine Vignette verpasst und evtl noch eine kleine Gradationskurve hinzu gegeben. Fertig ist dann schon das Bild.

An dieser Stelle möchte ich dann auch mal wieder ein Ende an den Beitrag hängen. Genug geplaudert. Aber lass mich mal in den Kommentaren wissen, wie dir diese „Shooting Berichte“ mit Informationen so gefallen. Soll ich da noch mehr ins Detail gehen? Oder haste du sogar besondere Wünsche? Ich würde mich über Feedback sehr freuen!

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