In der Ruhe liegt die Kraft

Schon öfter habe ich meine Blog-Beiträge damit begonnen, dass es ruhiger geworden ist. Aber das ist meist nur Deine Wahrnehmung, durch die Menge der Beiträge. In der Realität ist es doch immer recht turbulent in meinem Leben.

Daher möchte ich heute mal ein paar Worte an Dich richten, um Dir von „hinter den Kulissen“ zu erzählen.

Auch wenn sich hier auf meiner Seite, Facebook und Instagram nicht sehr viel tut, so sind meine Tage immer gut gefüllt.
Das beginnt damit, dass ich einen ganz normalen Fulltime-Job habe. Dieser hat rein gar nichts mit der Fotografie zu tun. In diesem 40-Stunden-Job kümmere ich mich darum, dass Millionen von Kunden dort anrufen können, wo sie es wollen. Ja, ich arbeite bei einem der „Großen 3“. Und ich mache kein Geheimnis daraus. Ich arbeite im Backoffice bei Telefonica, o2. Und das schon so lange, da hieß mein Arbeitgeber noch Hansenet/Alice.

Und dieser Job hat auch seine Höhen und Tiefen. Sie sind oft mit verantwortlich, was ich wann und wie oft in meiner Freizeit machen kann. Auch auf das „wo“ hat der Job einen starken Einfluss. Meist bin ich im Office in Hamburg. Aber sehr oft bin ich auch in München. Dann ab und an auch mal in anderen Städten Deutschlands. Oder so wie vor ein paar Wochen auch mal im Ausland.

Aber immer wenn es eine Möglichkeit für Fotos gibt, wird diese ausgiebig genutzt. An erster Stelle steht immer und überall der Spaß beim Shooting. Danach kommt die zügige Bearbeitung. Ich möchte, dass jeder seine Bilder umgehend bekommt. Ganz selten wartet man bei mir mehr als 1-2 Tage.

Und das sind mir die wichtigsten Punkte in der Fotografie. Spaß am Set und schnelle Abwicklung. Dann kann ich mich zusammen mit dem Model an den Bildern erfreuen.

Und bevor ich dann Zeit in die Hand nehme, um Dich und all die anderen mit den Bildern zu erfreuen, kommt erstmal mein privates Leben. Dieses habe ich lange Zeit zu kurz kommen lassen. Und genau diese Ruhe im Privaten gibt mir dann immer wieder die Kraft, Beiträge wie diese zu schreiben. Und auch die Beiträge zu den Shootings fallen dann einfach interessanter aus. Was bringt es Dir, wenn ich einfach nur ein paar Fakten in den Text klatsche, ohne ein paar Emotionen an die Bilder zu hängen? Genau, fast nichts.

Genau deswegen ist es öfter recht ruhig. In dieser Ruhe liegt dann die Kraft, Dir vernünftige Beiträge zu präsentieren. Und ich werde von jedem Shooting berichten. Jedes Shooting kommt in die Warteschlange, wird vorgemerkt und bei gegebener Zeit veröffentlicht.

Die ISO ausreizen

Es ist schon ein Traum, wenn man an der Kamera mal einfach die ISO hoch drehen kann. Beim Shooting in Timisoara/Rumänien habe ich dieses einfach mal ausprobiert. Ich hatte aber auch keinen Blitz in der Tasche, den ich hätte nutzen können.

Nun kann ich in fast jeder Situation ohne zusätzliches Equipment meine authentisch/ehrlichen Bilder einfangen. Sie sind somit noch etwas ehrlicher, da kein künstliches Licht die Aufnahme verfälscht.

Das hier gezeigte Bild wurde mit ISO2500 aufgenommen und in Lightroom weder geschärft noch das Rauschen reduziert.Lediglich die schwarz/weiß Konvertierung, der Kontrast und die Hell-/Dunkel-Regler wurden auf diesem Bild angewendet.

Ich mag das Rauschen und die damit verbundene Atmosphäre.

Neues von der „Neuen“

Vor einiger Zeit kam ja eine kleine Kamera in die Familie meiner Arbeitsgeräte. Die Sony DSC RX100 begleitet mich nun schon 3 Monate und ich kann nur Gutes erzählen. Klar ist sie kein Ersatz für meine DSLR, aber sie ist als ständiger Begleiter besser geeignet.

Aber der Reihe nach. Für ein gutes Bild zwischendurch ist sie bestens geeignet. Sie liegt gut in der Hand und lässt sich einfach bedienen. Was ich besonders an ihr mag, ist der extrem gute Dynamik-Umfang. Kaum ein Bild war irgendwo zu dunkel oder gar zu hell. Das meistert sie in allen Situationen perfekt. Ob im Wald mit viel Schatten, oder unter praller Sonne mit extrem viel Licht. Alle Elemente des Bildes sind schön abgebildet und lassen sich am PC noch klarer herausstellen. Nichts frisst aus oder säuft ab.

Hierzu mal zwei Beispiele. Das erste Bild entstand unter extremer Sonne, bildet aber alles sauber dar. 

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Das zweite Bild, da war der Bereich unter dem Dach nach der Aufnahme total dunkel. Am PC konnte ich diesen Bereich sauber heraus arbeiten.

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Aber auch was das technische angeht, kann sie durchaus überzeugen. Der Akku hält ewig. In den 2 Wochen Sommerurlaub habe ich gerade mal 30% der Energie verbraucht. Ok, der Blitz war nicht im Einsatz. Aber dafür wurden Videos gedreht und immer wieder ein- und ausgeschaltet, was das Ojektiv grundsätzlich ein und aus fährt. Und das finde ich für eine solch kleine Kamera bemerkenswert.

Zum Thema Einschalten: Auch das gefällt mit sehr gut an dieser „Kleinen“. Ich brauche deutlich mehr Zeit, die Kamera aus der Gürteltasche zu holen, als sie selbst für das Anschalten braucht. Und so konnte ich auch gewisse Momente noch einfangen, die sonst für immer in der Vergangenheit zurück geblieben wären. Dazu zählt z.B. auch dieser Schmetterling.

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Und auch eine kleine Video Sequenz möchte ich hier mal zeigen. Sie entstand spontan und ohne jegliche Vorbereitung. Die digitale Bild-Stabilisierung ist enorm und zuverlässig. Das Video wurde nur geschnitten. Es wurde nichts bearbeitet oder nachträglich stabilisiert.Und selbst der Auto-Fokus überraschte mich direkt.

Sternschnuppen

Sie sind nicht wirklich einfach zu fotografieren. Besonders dann nicht, wenn Wolken sich rasant über den Himmel schieben.

Es kam wie es kommen musste und die Kamera guckte immer in die falsche Richtung. Gesehen hatte ich einige Sternschnuppen. Aber halt nicht vor der Kamera. 
Dafür kreuzten Flugzeuge die Bilder.

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Und als dann zwischendurch die Wolkendecke geschlossen war, hab ich mich um das ein oder andere Bild der Langzeitbelichtung gekümmert. Zum Glück war am Ort meiner Wahl immer mal ein Auto unterwegs. Die Windkraftanlagen haben da dann ihr übriges getan. 
Die Beleuchtung der Wolken hat der Mond von oben erledigt.

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Alle Bilder sind mit einer ISO von 320 entstanden. Meist mit einer Blende von 2,8. Belichtungszeiten lagen zwischen 10 und 20 Sekunden im BULB Modus mit meinem Remote-Auslöser Phottix PH16377 Aion. Diesen kann man für etwa 100 Euro bei Amazon erstehen. 

Fokus schärfen

Es ist mal wieder an der Zeit, gewisse Dinge zu justieren. Diesmal wird sich die Änderung wieder mal auf Facebook beziehen.

Facebook ist außer Frage eine tolle Sache. Man kann viele Personen erreichen und sich auch einiges an Feedback und Wissen besorgen. Der Kommerz von Facebook macht es immer schwieriger, gezielt Inhalte zu finden oder ein sauberes Feedback zu bekommen.

Aber ich habe auch in den letzten Monaten gelernt, dass gewisse Inhalte für Facebook nicht geschaffen sind. So kam es auch, dass ich Inhalte gelöscht habe und auch noch weiter löschen werde. Ich werde meine Werke in Zukunft anders „unter die Leute“ bringen. Auch fehlende Wertschätzung hat zur Löschung einiger Inhalte geführt.

Keine Bilderflut mehr – ab heute max 1 Bild am Tag

Die Resonanz auf meine Bilder ist auch dank Facebook-Algorithmus auf einem Rekord-Tief. Und hier geht es mir nicht um die Likes. Es sieht wirklich kaum einer mehr meine Beiträge. Dafür werde ich in Zukunft mehr auf einen Newsletter bauen und Shootings nur noch in einem Bericht auf Facebook zeigen. Bilder kommen primär auf die Webseite. Klingt für den einen oder anderen jetzt umständlich, aber es wird wie bisher ein Klick sein, um zu dem Bild zu kommen. Vorteile erzeugen. Das schöne an dieser Neuerung wird sein, dass es dann einen Bericht mit Text und vielen Bildern gibt. Dort wird dann über das gesamte Shooting berichtet. Wetter, Location, Probleme oder was auch immer das Shooting dann ausgemacht hat. Evtl drehe ich auch wieder Videos vom Shooting. Wurde auch eingestellt, da es sich keiner angesehen hatte.Wer mir hierzu gerne schreiben möchte, kann es über die bekannten Kanäle tun. Email, WhatsApp, FB u.s.w.

An dieser Stelle noch ein kleines Video – Es passt gerade so schön. Und es unterstreicht mein Denken über Likes!

https://vimeo.com/100877384 

Kompakt aber interessant

Die meisten, die mit mir bereits zusammen gearbeitet haben werden jetzt sicher sagen: „Kenne ich, das ist doch nichts neues“. Aber für einige schreibe ich es hier gerne nochmal zusammen und für alle Neuen mit Interesse an einem Shooting ist es „Die Anleitung“ zum 1A Einstieg in die Zusammenarbeit mit mir.

Kommunikation
An aller erster Stelle steht bei mir seit eh und je die Kommunikation. Ohne diese wird es ganz sicher nicht zu einem Termin kommen. Ganz gleich ob auf bezahlter oder kostenloser Basis. Irgendwie muss ich doch erfahren, was die Person möchte, was für Bilder entstehen sollen. Dabei kommt es mit nicht auf Geschwindigkeit an. Man hat immer mal was anderes um die Ohren. Aber wenn man nach 1-2 Tagen antwortet, ist das für mich schon ok. 

Aber viel wichtiger ist es mir, dass der Inhalt einer Nachricht stimmt. Mit „Ey shooten“ oder „Wollen wir Fotos machen“ kommt man nicht sehr weit bei mir. Man sollte sich schon ein paar Gedanken gemacht haben, was man will. Ob nun in Worten beschrieben oder mit Beispielbildern erklärt ist da egal. Hauptsache ich erkenne, was man sich wünscht.

Und man muss sich selber auch verkaufen können. Warum möchtest Du unbedingt Bilder machen, warum gerade mit mir? Was sind deine Stärken oder hast Du sogar schwächen?

Der Wunsch
Ich habe es gerade schon angerissen. Als nächster Punkt nach der Kommunikation steht dein Wunsch. Was möchtest Du mit mir umsetzen? Wie stellst Du es dir vor? Wo möchtest Du es umsetzen? Je besser Du deine Idee verkaufst und beschreibst, um so eher greife ich zum Kalender und biete Dir Termine an.

Es muss nicht ins kleinste durchgeplant sein, aber „Bilder am Strand mit Kleid“ oder „Mit Blumen im Hintergrund“ sind sehr oberflächlich gehaltene Ideen. Was für ein Kleid? Welcher Strand? Welche Uhrzeit? Was für Blumen mit welchen Outfit? Das sind die Fragen, die sich mir dann in den Vordergrund drängen. Und ganz ehrlich, oft habe ich da schon keine Lust drauf zu antworten. Ich möchte gerne Deine Idee umsetzen und dir nicht meine Idee durch Fragen verkaufen.

Denn ganz wichtig ist: Wenn ich eine Idee habe, dann schreibe ich jemanden direkt an und erzähle ihr von der Idee und begeistere sie dadurch, es unbedingt mit mit shooten zu wollen. Und dann macht das Ganze auch richtig Spaß und bringt starke Ergebnisse mit sich.

Fazit
Gute Kommunikation mit kompakten und interessanten Inhalt sichert Dir einen Termin, versprochen.

Ungewohnt

Es ist wirklich etwas ungewohnt, mit der neuen und kompakten Kamera zu arbeiten. Aber nach 5 Tagen kann man sich einfach noch nicht 100%ig mit einer neuen Kamera angefreundet haben. Sicher habe ich mir jetzt die Bedienelemente eingeprägt und ich weiß, wie ich etwas einstelle.

Aber an eine Sache werde ich mich nicht so schnell gewöhnen… Mir fehlt etwas das kleine Guckloch, das ich an meiner DSLR habe.Aber ich kann bis jetzt von der Sony DSC RX100 nur Gutes berichten. Sie ist schnell, handlich und intuitiv bedienbar. Technisch betrachtet fokussiert sie 1A und hat einen enormen Dynamikumfang, gerade wenn man starke hell/dunkel Elemente im Bild hat.Für knappe 370 Euro kann man sie bereits erwerben, hier mal der Link zu Amazon: http://amzn.to/2tbr0zF

Und ich kann Euch hier mal die ersten Ergebnisse der Kamera präsentieren, die am Wochenende entstanden sind.

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Jessica auf der Wiese
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Charlotte am Lost Place

Meine Neue für Zwischendurch

Ich muss ja mal die Fakten auf den Tisch packen. Jeder von uns liebäugelt doch hin und wieder mit einer Neuen? Und wenn alles passt, dann muss man auch mal Entscheidungen treffen.

Bis hier her könnten einige jetzt böses von mir denken. Aber ich kann euch beruhigen, es geht hier „nur“ um eine neue Kamera 😉

Ich hatte schon länger die Idee, mir eine kleine kompakte Kamera zu gönnen. Eine die wirklich immer dabei ist und nicht unbedingt auffällt. Eine DSLR ist nicht gerade unauffällig und kann ab und an schon stören. Aber es sollte schon eine Kamera werden, mit der ich zumindest annähernd wie mit einer DSLR arbeiten kann. So war das Hauptkriterium, dass ich Blende, Zeit und ISO manuell steuern kann.

In der engeren Wahl waren dann aus dem Hause Canon die PowerShot G7x II und G9x II. Was sind aber schon Werte in einer Liste, wenn man die Kamera nicht mal anfassen kann. Also ab zu Saturn und die Geräte mal unter die Lupe genommen.
Auf einmal hatte ich aber einen Sony Berater an der Seite, der dennoch objektiv alle Geräte zu einander vergleichen konnte. So schaffte er es, mir die bei seinem Model fehlenden Features (Kein WLAN, Klappdisplay und Touchdisplay) positiv zu verkaufen.

Er zeigte mir die Sony DSC RX100. Sie hatte ansonsten ähnliche Eckdaten wie die Canon die PowerShot G9x II, war aber mal schlappe 120 Euro billiger.

Und somit bin ich jetzt Besitzer einer Sony Kamera mit 1″ Sensor, der ganze 20,2Megapixel in ein Bild presst.

Die Neue werde ich auch bei den Shootings einsetzen, um Vergleiche zur DSLR ziehen zu können.

Keep it easy

Komplizierte Prozesse

In meinem Hauptberuf habe ich viel mit Prozessen zu tun. Und dort gilt das selbe, wie bei meiner Arbeit als Fotograf. Wenn etwas kompliziert ist, dann frisst es Zeit. Und Zeit hat heutzutage fast keiner mehr. Daher versuche ich immer wieder, meine Prozesse zu vereinfachen.

Die meiste Zeit verbrauche ich immer noch dann, wenn es um das erste Shooting geht. Ich investiere da sehr gerne Zeit, wenn es einem tollen Ergebnis dient. Auch kläre ich gerne alle möglichen Fragen, da viele sehr vorsichtig und oft sogar unsicher sind. Mein Ziel ist es, alles Negative im Vorfeld zu klären, damit es ein entspanntes Shooting werden kann.

Damit aber diese Vorarbeit zum ersten Shooting auch effektiv ist, erfordert es eine reibungslose Kommunikation und die Erledigung meiner gestellten Aufgaben sowie die Beantwortung meiner gestellten Fragen. Wenn das alles klappt, dann ist in der Regel der Erste Termin binnen 2 Tagen 100% geklärt und beide Seiten freuen sich auf das Shooting. Und da spreche ich aus Erfahrung!

Optimierte Prozesse

Und damit ich mehr von den freudigen Terminen machen kann, passe ich meine Arbeitsweisen immer wieder an. Ich reflektiere vergangene Kommunikationen und Reaktionszeiten und stelle immer wieder die gleichen Problemfelder fest.

An dieser Stelle sage ich gleich vorweg: Alle, die bereits einen Termin bei mir hatten, betrifft diese Änderung NICHT!

Ich werde in Zukunft keine Anfragen von Personen unter 18 Jahren annehmen. Der Grund ist denkbar einfach. Bei Personen unter 18 ist immer die Einwilligung der Eltern nötig. Diese hatte ich ganz am Anfang per PDF verschickt und darum gebeten sie zum Termin mitzubringen. Klappte zu 20% und somit sind 80% der Termine ins Wasser gefallen.
Dann verbesserte ich und bat darum, mir das Dokument per Foto zu schicken, wenn es unterschrieben war. Auch hier scheiterten 60% der Termine.
Das diese Termine scheiterten, war ja noch nicht mal das Schlimmste. Es war die Zeit, die es brauchte, bis ich dieses Dokument verschicken konnte. Die Vorgespräche dauerten in der Regel doppelt so lange, wie bei Personen ab 18 Jahren.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich Erst-Shootings nicht mehr für die Personengruppe unter 18 Jahren anbiete. Sie ist die Gruppe mit den meisten abgelehnten Fotos. Ganz gleich, ob es die von mir ausgewählten Bilder waren, oder ob es von der Person aus der Vorschau gewählte Bilder waren. Auch hier hatte ich Spitzenreiter, die teilweise nicht mal 5 Bilder freigegeben hatten.

Kurz um, die Personen unter 18 Jahren kosten mich irrsinnig viel Zeit für verhältnismäßig wenig Ergebnisse.

Zusammenfassung

Ich biete keine Shootings unter 18 Jahren mehr an. Auch nicht bei bezahlten Shootings. Einzige Ausnahme ist, wenn ich mir der Person bereits einmal zusammen gearbeitet habe.

Effektiver Arbeiten

Eine große Regel um voran zu kommen ist, Ballast abzuwerfen. Alles was einen Aufhält, alles was einen viel Zeit kostet, sollte immer konsequent abgelegt werden. Einige machen es mit einem Rundum-Schlag. Ich mache es immer Stück für Stück.

Daher kommt jetzt mein nächster Schritt in Richtung „Effektiver Arbeiten“. So einige Punkte nerven mich immer wieder. Und immer wieder renne ich hinterher. Aber mit folgenden Punkten schließe ich jetzt ab:

  • Keiner (bzw. nur sehr wenige) postet meine Bilder in seinen Profilen
  • Wenn etwas gepostet wird, werde ich sehr oft nicht verlinkt
  • Wenn etwas gepostet wird, schneidet man das Logo ab
  • Termine werden schon wieder kurzfristiger abgesagt, sicher begründet, aber abgesagt
  • Absprachen werden nicht eingehalten oder Kommunikation ist ungenügend

All diese Punkte fressen Zeit und Nerven ohne Ende. Ab heute ist Schluss damit. Ich möchte mich nicht mehr damit belasten, Terminen hinterher zu rennen oder die falsche Nutzung der Bilder bemängeln.

Ab sofort gibt es keine „kostenlosen Termine“ mehr. Das kleinste Paket ist dann das „SmallOne“. Einen Termin wird erst nach Erhalt des Geldes sicher geben.

Jeder, der mit mir Fotos macht, kann mit den Bildern nun machen was er will. Zeigen oder nicht, markieren oder nicht, zurecht scheiden oder halt auch das nicht. Man kann den Termin wahrnehmen oder es sein lassen. Aber bezahlt ist bezahlt.

Nur zur Info an alle Termininhaber: Bestandstermine sind davon NICHT betroffen.

Für alle, die bisher mit mir auf kostenlosen Terminen gearbeitet haben: Wir sprechen im Einzelfall darüber, ob mir die Zusammenarbeit bisher zugesagt hat.

Auch davon ausgeschlossen bleiben Termine die ich ausschreibe. Da suche ich nach Personen für ein Thema oder als Ersatz für eine Absage.

Wie man mich bezahlt

Oder was meine Bilder kosten, soll heute mal Thema sein. Ich decke hiermit gleich 2 Personengruppen ab. Zum einen die, die sich für ein Shooting interessieren. Und zum anderen die Leute, die sich wundern, warum sich so viele von mir fotografieren lassen.

Ganz klar sei gesagt, auch bei mir gibt es nichts umsonst, kostenlos oder für lau. Es wird immer eine Gegenleistung für die Bilder gefordert. Man kann mich ganz einfach für Fotos bezahlen, oder ich bekomme eine Freigabe zur Nutzung der Bilder.
Eine Besonderheit gibt es noch für die Interessierten, die einfach keine Idee haben, was man für Bilder machen kann. Da biete ich dann auch für den kleinen Geldbeutel ein Shooting an, wo ich dann aber dennoch die Nutzung der Bilder habe. Infos zu den Paketen findet man hier auf meiner Webseite auf der Unterseite Shooting Pakete.

Zusammenfassend kann man sagen, ich bekomme Geld oder Bilder. Nichts anderes, keine Gefälligkeiten oder was auch immer. Und für die ganz korrekten Personen: Ja, ich habe ein Gewerbe angemeldet. Und ja, ich bezahle dafür auch Steuern!

Ein NoGo

Manchmal denke ich, ich bin im Kindergarten. Denkt in dieser Welt überhaupt noch jemand nach, bevor gehandelt wird?

Da wacht man morgens gut gelaunt auf, macht seine erste Runde auf Facebook und Instagram, und BÄM – wieder ein Bild, bearbeitet und gepostet von einer Person, die meiner Meinung nach keine Rechte hat.

Es gibt doch nur 2 NoGo’s rund um meine Bilder. Sind die denn so schwer zu verstehen?

1. NoGo – Illegale Kopie
Klar freue ich mich, wenn auf Facebook meine Beiträge geteilt werden. Dies stellt keine Kopie dar und wenn ich das Original lösche, werden auch alle geteilten Beiträge verschwinden. Und auch wenn Facebook das Herunterladen mit einer Funktion ermöglicht, ist diese Kopie maximal und ausschließlich für den privaten Gebrauch auf dem Handy/PC gedacht. Nicht um es dann erneut hoch zu laden oder zu verbreiten (auch nicht als Nachricht bei WhatsApp und Co).

Und wenn mich jemand fragt, ob er ein Bild bekommen kann (für ein Cover oder eine Aktion) sage ich meistens JA. Das können zahlreiche Personen bestätigen. Wie sage ich immer so schön: Wer fragt, hat schon fast ein JA gewonnen.

2. NoGo – Bildbearbeitung
Jeder, der mit mir schon mal Fotos gemacht hat, kennt die Passage in der Vereinbarung:
Es ist gestattet, die Bilder unwesentlich zu bearbeiten. Hierzu gehören unter anderem Filter aus Anwendungen oder das eigene Logo. Das Logo des Fotografen muss dabei erhalten bleiben und darf nicht entfernt oder verdeckt werden.“

Und warum sehe ich immer wieder Bilder, wo das Logo abgeschnitten ist?

Konsequenzen
Und auch wenn ich mir damit nicht gerade Freunde mache, ab jetzt werde ich ohne Rücksicht gegen diese Fälle vorgehen. Wenn die Person auf dem Bild etwas „falsch macht“ wird einmal freundlich darauf hingewiesen.
Machen fremde etwas falsch, werde ich die rechtlichen Mittel voll ausnutzen. Ich habe damit keine Arbeit. Ein Screenshot, eine Email und ein Anruf – den Rest macht der Anwalt für mich.

Die Foto-Shooting-Vereinbarung

Ein sehr wichtiges Thema, wenn es um Bilder geht, ist die rechtliche Absicherung. Besonders dann, wenn man plant, die Bilder ins Netz zu stellen.

Oft werde ich gefragt, warum eine Vereinbarung nötig ist. Ich will damit niemanden etwas verkaufen. Es sollen nur beide Seiten etwas schriftliches haben, was man mit den Bildern machen darf, oder halt nicht.

Die Vereinbarung wird immer dann geschlossen, wenn es zum ersten Mal um Bilder geht, die ich als KlimaPic veröffentlichen darf. Sie ist dauerhaft gültig, muss also nicht jedes mal neu unterschrieben werden.

Folgende Punkte werden in der Vereinbarung geregelt:

  • Ich darf Fotos von der Person machen
  • Ich darf freigegebene Bilder dauerhaft nutzen
  • Ich darf Bilder nicht verkaufen
  • Ich liefere die vereinbarte Menge an Bildern
  • Ich darf Personen nennen
  • Die fotografierte Person darf die freigegebenen Bilder dauerhaft nutzen
  • Die Bilder dürfen nicht wesentlich verändert werden
  • Der Fotograf muss genannt werden

Das ganze ist natürlich in der Vereinbarung etwas anders ausgedrückt, Juristen wünschen das so. Somit haben beide dauerhaft was von den Fotos und Streitigkeiten sollten damit nicht aufkommen.

Personen unter 18

Zusätzlich habe ich noch eine Passage für Personen unter 18 Jahren in der Vereinbarung. Sollte jemand mit mir Fotos machen wollen und ist noch nicht 18, brauche ich zwingend die Einwilligung der Eltern. Und zwar von beiden, Mutter und Vater.
In den Fällen, wo ein Elternteil das alleinige Sorgerecht hat, genügt natürlich diese eine Unterschrift. Auch diese Einwilligung wird nur einmal gefordert. Bei weiteren Terminen weise ich immer darauf hin, dass man den Eltern offen und ehrlich sagt, wenn man wieder einen neuen Termin mit mir hat.

Warum habe ich keinen Vertrag?

Bei vielen Fotografen sieht man oft Begriffe wie TfP-Vertrag oder Model-Release-Vertrag. Diese Verträge haben auch ihre Berechtigung, zielen aber auf anders arbeitende Fotografen ab. Der klassische TfP-Fotograf nimmt nie Geld, der Berufsfotograf hingegen zahlt entweder ein Honorar um die Bilder zu bekommen, oder wird bezahlt, wenn er Fotos für eine Person anfertigt.

In meiner Vereinbarung geht es ausschließlich um den rechtlichen Rahmen, wenn Bilder für mich zur Nutzung freigegeben werden. Diese Freigabe erhalte ich aber bei fast allen Shootings.

  • Bei freien und TfP Shootings ist es Grundvoraussetzung, dass ich die Bilder nutzen darf
  • Bei den Teil-Bezahlten Shootings ist auch eine Nutzung der Bildern durch mich vorgesehen
  • Aber auch bei Aufträgen habe ich viele Kunden, die mir als Dank Bilder zur Nutzung frei geben

Kurz um ist meine Vereinbarung auch irgendwie ein Vertrag, ich nenne es halt nur nicht so. Tut der Wirksamkeit aber kein Abbruch. Zudem hört sich Vereinbarung einfach netter an!

Freie Shootings und die Bildfreigabe

Im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen hat man bei mir absolute Kontrolle über seine Bilder. Wer ein Paket gebucht hat, bei dem auch ich die Bilder nutzen darf, kann man Bilder von der Nutzung ausschließen. Nichts kommt ins Netz, ohne das OK der fotografierten Person.

Bisher war es auch nie ein Problem. Oft wurde nur 2-5% der Bilder von der Nutzung ausgeschlossen. Damit konnte ich immer gut leben, hatte immer genug gute Bilder zum Zeigen.

Aber es kam immer häufiger vor, dass ich nach einem Shooting nur 2-3 Bilder nutzen durfte. Das war nicht im Sinne meiner Regelung. Einige hatten sich so ein paar Bilder mehr für lau gesichert. Haben meine Gutmütigkeit einfach ausgenutzt. Besonders Sensual-Themen, wie Dessous oder verdeckter Teilakt, waren hier die Renner.

Seit Januar habe ich daher meine „Regeln“ für die Bildfreigabe grundlegend geändert. Jeder hat immer noch die volle Gewallt über die Nutzung der Bilder. Aber wenn Bilder nicht frei gegeben werden, nutzt diese Bilder auch keiner. Weder die Person auf dem Bild, noch ich als Fotograf.
Nur Bilder die freigegeben sind, werden für den Download bereit gestellt. Alle anderen Bilder werden gelöscht.

Wer die nicht frei gegebenen Bilder dennoch haben möchte, kann diese ganz normal gegen Geld erwerben. Der Kurs richtet sich nach dem kleinsten Paket (aktuell „SmallOne“), das ich anbiete. Stand 15.3.17 würde man für 10 Bilder 20 Euro zahlen (Studio +10Euro).

Respektvoller und konstruktiver Umgang

Heute melde ich mich mit einem für mich sehr wichtigen Thema. Es geht um den Umgang und dem Ton auf meiner Facebook Seite.

Vorab sei aber ganz klar gesagt, ich möchte hier keine Zensur einführen oder jemandem das Wort verbieten. Aber wenn Kommentare oder Bemerkungen nicht respektvoll oder konstruktiv sind, werden diese kommentarlos gelöscht. Das ist nichts Neues, das mache ich schon länger so. Und wenn es einzelne Personen wiederholt zu gelöschten Kommentaren schaffen, dann behalte ich mir auch einen Ausschluss von der Seite vor.

Aber der Reihe nach. Auf meiner Seite sind überwiegend ganz normale Menschen zu sehen. Viele von denen sehen sich nicht als Model und wollen auch nicht in diese Schublade gesteckt werden. Auch für mich gehört da mehr zu, als nur bei einem Fotografen auf der Seite zu erscheinen. Wenn eine Person aber auf ihrer privaten Chronik von mehreren Fotografen Bilder zeigt und möglicher Weise auch eine eigene Seite (also sowas wie eine Sedcard) betreibt, dann kann man schon sagen, dass sie sich als Model sieht.

Also gehen wir auf meiner Seite erstmal davon aus, dass 90% der Personen einfach nur gerne mit mir (oder anderen Fotografen) Bilder machen. Sie haben da Spaß dran und erlauben mir auch, diese Bilder dann online zu stellen.

Und sicher kann man an diesen Bilder auch immer was finden, was nicht ideal, perfekt oder technisch daneben ist. Dem bin ich mir bewusst und dazu stehe ich auch. Ich bin nicht perfekt und auch meine Art der Fotos gefällt nicht immer jedem.

Was ich gerne mag sind Kommentare, die mir sagen, wo ich oder die Person vor der Kamera was besser machen können. Das kann auch gerne direkt raus gesagt werden. Damit wird auch ganz sicher jeder klar kommen und wenn möglich wird es beim nächsten Mal auch versucht umzusetzen. Wenn das dann auch noch in einem respektvollen Ton und mit konstruktiven Hinweisen geschieht, dann ist das einfach nur perfekt.

Ganz und gar nicht sind aber Kommentare, die weder Respekt zeigen, noch konstruktiv sind. Wenn man ein Bild nicht mag, dann kann man ggf ja mal sagen, was man an dem Bild nicht mag. Und sollte es die Person auf dem Bild sein, dann muss man das nicht gerade in der Öffentlichkeit mit unwürdigen und/oder beleidigenden Kommentaren zum Ausdruck bringen.
Manchmal hilt es, sich auf einem der Bilder vorzustellen und dann den Kommentar dazu zu lesen. Würde man den Kommentar unter dem eigenen Bild gut finden? Wenn nein, dann hat er auch bei dem Bild einer anderen Person nichts zu suchen.

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn man sich nicht sicher ist, ob man was unter dem Bild schreiben soll… Man kann mir jeder Zeit auch eine Nachricht schicken, eine E-Mail verfassen.

Nun habe ich noch eine kleine Bitte: Wer bis hierher gelesen hat UND mir bei Facebook folgt, kann ja mal statt dem LIKE Button den WOW Button klicken 😉
Der Sinn dafür? Gibt es nicht, ist eine ganz einfache und spontane Idee 🙂

Offen und ehrlich – Das wird belohnt

Die beiden Worte „offen“ und „ehrlich“ hört so ziemlich jeder, der mit mir im Kontakt ist. Es sind die wichtigsten Elemente, darauf lege ich absolut wert.

Ich selber bin dazu auch noch „direkt“. Das passt nicht immer jedem, da gewisse Aussagen auf dem direkten Wege auch mal hart sein können. Dennoch sind alle dankbar dafür. Wer mir nicht dankt, war nicht offen und/oder ehrlich. Da bin ich halt auch direkt, ziehe meine Konsequenzen.

Aber wie komme ich heute auf das Thema? Es ist die Fortsetzung vom gestrigen Beitrag „Liebe Fotografen“ und die Reaktionen, die ich auf den verschiedensten Wegen erhalten habe. So habe ich tolle Kommentare bekommen, private Nachrichten und auch Mails.

Aber eine Reaktion hat mich besonders gefreut. Nein sogar verwundert und überrascht. Eine junge Frau, mit der ich vor einem Jahr fern der Heimat Bilder gemacht habe, hatte sich gemeldet. Ich hatte sie schon „abgeschrieben“, aber dennoch nicht vergessen. Ich wollte immer noch mal ein Shooting mit ihr machen. Aber egal was ich gemacht oder geschrieben habe, es kam keine Reaktion.
Zum Schluss war die Freundschaft auf Facebook weg, Bilder wurde de-markiert. Ein sauberer Schnitt trennte uns. Nun gut, nach Gründen frage ich dann nicht. Es wird schon seine Gründe haben. Aber still und heimlich folgte sie doch meiner Seite. Ohne Likes ohne Kommentare. Das habe ich gestern nun erfahren.

Sie fühlte sich mit dem Beitrag von gestern angesprochen, auf der „Opfer-Seite“. Sie war auch eine von denen, die von Fotografen nur noch billig angeschrieben wurde. Die meisten Angebote waren immer mit dem fallen lassen der Kleidung verbunden. Und obwohl auch viele, nein alle wussten, dass sie fest und glücklich vergeben war und ist, wurden fragwürdige Angebote gemacht.

Sie verlor die Lust an der Fotografie, brach alle Zelte ab. Sperrte und blockte alles, was mit dem Thema Shooting zu tun hatte. So auch mich. Es war mal ein großer Traum von ihr sich in der Fotografie wohl zu fühlen, starke Bilder zu bekommen, sich darstellen zu können. Aber nicht so, nicht zu diesen Bedingungen, nicht auf diese Art.

Und nun kommen wieder die beiden Worte ins Spiel. Ich war vor, während und nach dem Shooting immer offen und ehrlich zu ihr. Wir konnten alle „Probleme“ schnell lösen, haben Kompromisse geschlossen und waren hinterher mit den Ergebnissen aus dem Shooting sehr zufrieden. Und genau diese Erinnerungen, das positive an mir und meiner Art, kam wieder hoch. Sie musste mir einfach schreiben, mir sagen, dass ich mit dem Text genau auf dem Punkt gelandet war, ich das anprangere, was alle wissen, aber nicht sagen.

Somit hat der Beitrag von gestern was sehr positives. Ich konnte eine Freundschaft wieder aufleben lassen und sogar ihr Interesse an Bilder wieder wecken. Nur kleine Einschränkungen gab es von ihr. Sie backt den Kuchen, nur ich werde sie wohl in Zukunft fotografieren und ich muss mich noch gedulden, da sie gerade nicht wirklich in der Nähe ist 😉

Happy End

Liebe Fotografen

Ich möchte mal wieder mit einem Blog-Beitrag auf einen Missstand aufmerksam machen. Sehr oft werde ich von den Personen, die ich fotografiert habe, über andere Fotografen ausgefragt. Aber nicht, weil diese Personen mit einem Fotografen shooten wollen, sondern weil ein Fotograf sie angeschrieben hat.

Als solches ist das ja noch nicht mal schlimm. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass andere Fotografen auch mit Personen aus meinem Portfolio arbeiten wollen. Fotos haben diese Personen sehr gerne und auch gerne so viel wie möglich.

ABER

Wenn man wirklich Interesse hat, mit diesen Personen zu arbeiten, dann sollte die erste Nachricht einschlagen, wie eine Bombe. Diese Nachricht muss alles haben, was sich die Person wünscht. Und das ist so einfach, nicht einmal zu viel verlangt. Es kostet einen im Idealfall 10 Minuten Arbeit, die sich dann ganz sicher wieder auszahlen. Und zwar in einem Termin mit tollen Bildern im Ergebnis.

Was also wünschen sich diese Personen, wenn ihr sie anschreibt? Sie wollen alles relevante wissen, warum ihr sie anschreibt. Dazu gehören mindestens diese Punkte:

  • Wer bin ich, und wo findet man was über mich?
  • Warum schreibt man, was hat das Interesse geweckt?
  • Was stellt man sich vor, wenn man zusammen Bilder machen würde?
  • Was wird von der Person erwartet (Makeup, Outfit, usw.)?

Dinge wie der Vertrag und eine Begleitperson sollte man noch in einem Nebensatz als selbstverständlich dazu schreiben.

No Go’s beim ersten Kontakt und auch beim ersten Shooting sollten Themen wie Dessous, Teilakt oder Akt sein. Und wenn ihr euch beim Alter nicht sicher seid, dann fragt gefälligst, bevor Ihr 16 und 17 jährigen Mädels so etwas anbietet! Ja, da kann ich mittlerweile über 10 „Fotografen“ nennen, die bei Minderjährigen angefragt haben.
Generell sollte man als Fotograf genau diese Themen nicht aktiv anbieten. Ausnahme hier: Models, die es ganz offiziell auf ihrer Sedcard anbieten!
Aus Erfahrung kommen die Personen schon von ganz alleine, wenn sie Vertrauen zu euch haben.

Aber damit es nicht ganz so schwer ist, einen passenden Text zu verfassen, zeige ich hier mal eine Möglichkeit, wie ich anschreiben würde:

Hallo xxxx
Bitte entschuldige, dass ich Dich hier einfach anschreibe. Aber ich habe bei Fotograf xyz Deine Bilder gesehen. Die sind wirklich gelungen und ich mag die Art, wie Du dich auf den Bilder zeigst.

Ich würde auch gerne mit Dir zusammen Bilder machen, sofern dir meine Arbeiten zusagen. Referenzen kannst Du auf meiner Webseite www.KlimaPic.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/KlimaPic finden. Hauptsächlich bin ein ein Outdoor Fotograf, habe aber auch ein kleines Heimstudio zur Verfügung. Ich versuche bei meinen Bilder immer eine authentische Person in alltäglichen Momenten zu zeigen. Dies könnte man z.B. in einer Seitenstraße mit alten Mauerwerk oder in einem Park fotografieren.

Beim Thema Outfit würde ich Dir freie Hand lassen. Einen Vertrag sowie eine Begleitperson sind für mich selbstverständlich.

Ich würde mich freuen, von Dir zu hören. Auch wenn es eine Absage sein sollte, bitte ich dich um eine kurze Rückmeldung.

Wünsche Dir noch einen schönen Tag
Chris

Und jetzt mal ganz ehrlich, ist das zu viel verlangt? Dieser Text wurde nicht kopiert und in 8 Minuten verfasst. Ihr dürft den Text gerne so nutzen. Denkt aber daran, meine Spuren zu verwischen 😉

Auf gute Fotos
Euer Chris

Oh nein, ich habe einen Termin…

Jetzt ist es doch glatt passiert. Da hat man einen Termin bei mir für ein Foto Shooting. Und nun zerbricht man sich den Kopf.

Ja, das kennt sicher jeder. Aber ich rede hier nicht von den Fragen zu Kleidung, Location oder gar Makeup. Nein, der Kalender ist gerade völlig überfordert.

Nun realisiert man, dass es ja der Tag ist, wo

  • Oma Kuchen backt
  • die Tante urplötzlich Geburtstag hat
  • man doch arbeiten muss
  • usw.

Aber mein Liebling aller Feststellungen: Können wir es um 2 Stunden nach hinten verschieben? Ich hab ja sonst auch keine Termine. Aber die Begründungen für diese Frage sind noch viel besser. Da reicht es von „Ich schlafe am Wochenende immer lange“ bis hin zu „Ich bin den Abend vorher noch auf Party“.

Man hat es schon nicht einfach als Fotograf. Die schicken Mädels sind halt schick, ohne Frage. Aber oft mache ich dann die Abstriche bei der Planung, Organisation und Willen der zu fotografierenden Personen.

Natürlich lasse ich nicht alles mit mir machen. Immer öfter sage ich dann solche Termine ab, vergebe keine neuen Termine und gebe damit denen die Chance, die wollen und können.

Wer sich mit diesem Text angesprochen fühlt, weiß dann ja was ich meine. Alles hier genannte ist nicht erfunden. Es ist die nackte Wahrheit und leider auch keine Seltenheit.

Aber es stört mich auch nicht mehr. Meine Backup Liste an Shooting Süchtigen ist mittlerweile groß, sehr groß. Ich brauche nur 1-2 WhatsApp verschicken, und der Termin ist neu vergeben.

Mir bleibt dann immer nur noch das Objektiv wieder zurecht zu rücken und weiter zu fotografieren.

Auf fette Fotos – KlimaPic

Thema Narben

Narben sind für immer. Aber nicht immer wollte man sie haben. Ich möchte hier auch nicht über Narben reden, die man auf Grund einer notwendigen OP bekommen hat.

Es geht hier um Narben, die sich Personen zufügen, weil sie es auf Grund einer Krankheit machen. Ja genau, eine Krankheit. Es ist für viele Menschen nicht nachzuvollziehen, was in diesen Menschen vorgeht oder vorging. Nun haben sie aber Narben, körperlich aber auch seelisch.

Wer etwas mehr Informationen haben möchte, kann auf Wikipedia schon einen kleinen Einstieg bekommen. Aber das Thema ist so komplex, das wird nie jemand vollständig in Text verfassen können. Hier der Link zu Wikipedia.

Nun habe ich aber angefangen, diese Narben auch in Shootings zu entdecken. Es ist nicht einfach mal so fotografiert. Man muss den Menschen kennenlernen. Etwas hinter die Kulisse gucken, um einen Ansatz zu verstehen, warum gerade diese Person auch zur Selbstverletzung gegriffen hat. Und es bedarf eine ganz große Portion Vertrauen dazu. Für einige ist es schon fast was intimes, was ganz privates.

In Zukunft werde ich in dieser Galerie immer wieder neue Bilder zeigen und kleine Texte dazu verfassen.

Winter-Portrait

Portraits im Winter benötigen nicht immer Schnee. Mit ein paar Kleidungsstücken kann man einen Look erschaffen, dass der Betrachter denkt, es wäre kalt und winterlich.

Tag und Uhrzeit
Die Wahl des Tages und der Uhrzeit ist gerade im Winter sehr wichtig. Ideal sind Tage mit Sonnenlicht, also weniger Wolken. Ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang sollte man anfangen. Zur Ermittlung von Sonnen Auf- und Untergang nutze ich die App „Sonnen-Info„. Hier kann man Tag und Zeit einstellen und sieht auch gleich noch, aus welcher Richtung die Sonne kommen wird.

Verträumter Ort oder Location
Der Ort sollte sowohl schattige als auch sonnige Bereiche haben, damit man das Sonnenlicht dosieren kann. Waldlichtungen, Parks oder Straßen mit höheren Bebauungen können hier ideal sein. Auch hier hilft die App zur Ermittlung von guten Orten ohne unbedingt erst hinfahren zu müssen.

Die Richtung der Sonne
Da die Sonne im Winter recht tief steht, ist fast direktes Sonnenlicht kein Problem mehr für die Augen. Aber das kann auch von Person zu Person unterschiedlich sein. Versucht doch mal die Person mit schattigem und dann mit einem sonnigen Hintergrund zu fotografieren.

Man kann aber auch die Sonne in den Rücken stellen. Hier kann es hilfreich sein, die Person neben eine helle Wand zu platzieren. Auch ist der Einsatz von Reflektor oder Blitz (möglichst mit Softbox) sind denkbar.

Wenn man gegen die Sonne fotografiert, kann man sich auch einen „Lens flare“ gönnen. Hierzu richtet man das Objektiv so, dass ein wenig Sonnenlicht auf das Glas vom Objektiv kommen kann. Die Dosis probiert man einfach aus.

Arbeiten mit den Kleinen
Wenn man mit Kindern arbeitet ist Schnelligkeit gefragt. Sie agieren so fix, manchmal hatte ich schon an die Serienbildfunktion gedacht. Bei Kindern ist es auch immer Hilfreich, ihnen kleine Aufgaben zu geben. Sie können sich z.B. ein Blatt oder Stock näher betrachten oder auf etwas raus klettern. Wichtig ist, sie sind beschäftigt und langweilen sich nicht.

Wichtiges im Gepäck

  • Decken
  • Warme Getränke
  • Snacks

Thema Begleitung

Gerade beim ersten Shooting wird gerne nach einer Begleitung gefragt. Das sollte generell nie ein Problem sein. Diese Person kann sogar sehr hilfreich sein. Ich hab immer etwas, was diese Person dann machen kann. Den Blitz halten, etwas zurecht rücken. Aber herum sitzen ist nicht.

Nur folgende Dinge darf eine Begleitung niemals machen: ablenken, besser wissen oder sonst irgendwie das Shooting stören.

Jetzt könnte man denken: Ist doch klar!
Leider nicht. Alles genannte sind leider Erfahrungswerte. Tritt so etwas ein, bitte ich die Begleitung, sich entweder korrekt zu verhalten oder sich so weit zu entfernen, dass eine Wiederholung ausgeschlossen werden kann.

Das Model sollte daher vorher mit der Begleitung darüber sprechen.

Auf diesem Bild demonstriert meine Freundin Anja, was eine Aufgabe einer Begleit-Person sein kann: Den Blitz halten.

Tipps zum Thema Location

Oft ist die Location überbewertet. Sicher ist für gewisse Shooting eine aussagekräftige Location Gold wert. Aber genauso kann eine Location von Model stark ablenken. Das sollte möglichst nicht passieren, dann brauche ich ja theoretisch gar kein Model. Eine Location sollte unterstreichen oder das Model farblich oder thematisch unterstreichen.

Auf jeden Fall sollten die Farben vom Model und der Location harmonieren. Auch sollte die Anzahl der Farben gering gehalten werden. Aber auch Linien und Rahmen können auf das Model lenken. Der Goldene Schnitt ist auch oft zitiert und ist sicher ein gutes Mittel ein Bild zu schaffen. Diese Regel darf aber auch gebrochen werden.

In dem hier gezeigten Bild ist der Goldene Schnitt nicht angewendet worden. Dafür leiten Linien zum Gesicht von Anja. Sowohl die Fassade als auch die Punkte der Laternen zeigen in Richtung Gesicht. Die Location selber hatten wir zufällig gefunden.

Aber wie so oft gilt auch hier: Üben, versuchen, ausprobieren.

Tipps für den Einstieg in die Portrait Fotografie

Lange ist es schon her, als ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe. Fast 3 Jahre. Seit dem habe ich mit unzähligen Personen unter den verschiedensten Situationen Portraits fotografiert.

Und immer wieder durchläuft man denselben Prozess. Aber das Ergebnis ist gewollt immer wieder ein neues. Man fängt an all die Tipps und Ratschläge zu kombinieren und gegeneinander auszutauschen. Die Variationsmöglichkeiten sind schier unendlich.

Aber fangen wir mal mit den Tipps zum Thema Portrait an. Diese Tipps machen einen nicht zum Profi, man muss immer noch viel probieren und üben. Womit wir beim ersten Tipp sind.

Gib nicht auf, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Versuche es weiter.

Eines der wichtigsten Dinge in der Fotografie ist immer noch das Licht. Egal ob draußen oder im Studio, das Licht braucht viel Aufmerksamkeit, damit der gewünschte Effekt ins Bild kommt. Auch kann man hier sehr gut verfügbares und künstliches Licht mischen. Manchmal macht es ein anderer Winkel (45Grad ist immer gut geeignet), oder ein anderer Standort, um mehr Stimmung ins Bild zu bekommen. Damit sind wir dann bei Tipp 2.

Versuche verschiedene Standorte von Model und Dir selber zum Licht, spiel auch mit den Winkeln.

Man benötigt nichts Besonderes an Hardware. Mit einem Kit-Objektiv lassen sich ähnlich gute Ergebnisse erzielen, wie mit Festbrennweiten. Sollte man sich hier aber für ein neues Objektiv entscheiden, sollte es schon ein 50mm oder auch ein 85mm Objektiv sein. Dies sind dann auch gleich die Brennweiten, die man bei einem Kid-Objektiv nutzen sollte. Der Grund liegt bei uns Menschen, wir gucken ungefähr mit einer „Brennweite“ von 50mm. Dieses empfinden wir als sehr natürlich. Daher hier der dritte Tipp.

Fotografiere mit einer Brennweite von 50mm um dem Blick des Menschen nachzustellen.

Nun haben wir schon die Technik, das Licht und auch Variationen gesprochen. Nun fehlt noch ein kleiner Punkt, der alles zu Nichte machen kann, wenn er nicht beachtet wird. Der Fokus. Sofern in Eurem Setup die Augen des Models zu sehen sind, solltet Ihr auch auf diese fokussieren. Es ist nicht immer ganz einfach der Kamera das zu entlocken. Mach auch hier wieder mehrere Versuche, mehrere Bilder, um sicherzustellen, dass der Fokus sitzt. Prüft es am Display der Kamera und macht zur Not noch ein paar Aufnahmen mehr. Somit komme ich zu Tipp No. 4.

Setzt den Fokus auf die Augen. Wenn sie nicht zu sehen sind, fokussiert etwas in der Nähe.

Nun hatten wir einige Punkte, die man beachten soll. Wie langweilig, denkt ihr sicher. Aber es gibt auch was, dass Ihr ganz gezielt missachten dürft. Die Regeln. Brecht sie, kehrt sie um. Ob es nun die Drittel-Regel ist, oder was man anschneidet, Kreativität hat keine Regeln oder Grenzen. Es ist ein Bereich in dem man versuchen kann und soll. Wie soll man sich abheben, anders sein, wenn alle dieselben Regeln befolgen. Klar gibt es Situationen, wo sie sicher Sinn machen. Aber genauso kann ein gekonntes brechen von Regeln eine komplett andere Wirkung erzeugen. Damit sind wir dann auch schon beim letzten Tipp.

Regeln brechen ist erlaubt. Den Model und Dir muss es gefallen, was dabei raus kommt.

Ich hoffe, dass der Beitrag Euch etwas helfen kann. Es sind allgemeine Dinge, die schon 1000 mal geschrieben wurden. Nun auch von mir. Wenn Ihr fragen habt, oder als Anfänger in diesem Bereich mal Live dabei sein wollt, schreibt mich einfach an. Per e-Mail, oder auf Facebook. Ganz egal, Antwort ist garantiert.

Das erste Shooting

Ich arbeite gerne mit Newcommern. Nicht weil die Unerfahrenheit mich reizt. Nein, es ist der Ausdruck, den diese neuen Gesichter mitbringen. Er ist natürlich und unverfälscht. Das macht sich in den Bildern sofort bemerkbar.

Klar ist es auch immer wieder eine Herausforderung, die ich aber gerne auf mich nehme. Die Ergebnisse belohnen mich und das Model dafür.
Aber was bedeutet es für das Model, das zum ersten mal vor der Kamera steht? Es sind die verschiedensten Eindrücke, die beim ersten Shooting wirken. Da ist der Fotograf, eine meist unbekannte Person. Die Situation „Shooting“, die man noch nicht kennt. Auch ist die Location evtl ungewöhnlich,  oder gar mit fremden Personen gefüllt.
Oft dauert es 15 bis 30 Minuten,  bis man in der Situation angekommen ist. Diese Zeit gilt es zu überwinden.  Ist das geschafft,  ist der Rest fast ein Kinderspiel. Das haben mir bisher alle bestätigen können. Man muss sich nur den ersten Ruck geben.

Man muss auch nicht viel können, viele Dinge erlernt man schnell nebenher. Klar ist ein wenig Vorstellungskraft und eine Priese Talent immer von Vorteil.  Aber es geht auch ganz ohne.

Das Shooting selbst läuft eigentlich auch immer locker bis spaßig ab. Ich versuche immer zu kommunizieren, zeige oft die Bilder, gehe auf Ideen oder Anregungen ein. Oft läuft ein Shooting ganz anders ab, als man es sich vorgestellt hat. Spontan ändert man auch mal die Idee, findet andere und interessante Orte. Aber am Ende hat man genügend Fotos gemacht und kann zufrieden heim gehen.

Die Vorbereitungen sind auch nicht so dramatisch.  Man sollte natürlich fit und ausgeschlafen sein. Eine Party am Tag vorher wird man auf den Bildern ganz sicher sehen. Was Kleidung und ggf Makeup angeht, wird das immer vorher besprochen.

Meist dauert das erste Shooting auch nicht sehr lange 1-2 Stunden inklusive einer kurzen Vor- und Nachbesprechung. Auch spricht man dann noch ein paar Bilder durch. Seit neuestem kann man sich bei mir auch ein Bild aussuchen, dass ich dann noch vor Ort per Mail oder WhatsApp verschicke. So hat man gleich was zum Zeigen.

Nach dem Shooting stelle ich dann die Bilder in einer Vorschau bereit. Hier kann man sich dann Bilder aussuchen. Alles weitere werde ich dann im nächsten Beitrag erzählen.