Shooting Tipps

Alles was mir bei einem Fototermin wichtig ist, sammle ich in dieser Gruppe von Tipps. Wenn du zum ersten Mal mit mir arbeitest, findest du hier alles nötige.

Dreierlei

Wer sagt denn, dass man in einem Termin nur eine Sache machen kann. Selbst drei Locations sind lässig drin.

Es war der erste Termin mit ihr und beim ersten Treffen versuche ich immer herauszufinden, mit wem ich es eigentlich zu tun habe. Und so fuhr ich mit Saskia von Ort zu Ort und sammelte Bilder mit ihr ein. Nicht nur, dass sie immer sicherer wurde, auch ihr Ausdruck wurde von Bild zu Bild stärker.

hier mal 3 ähnliche Bilder, die in dieser Reihenfolge entstanden sind: Outdoor(Wald), Outdoor(Mauer), Studio.

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Thema Visa und Makeup

In meinen Bilder sieht man meist kein aufwendiges Makeup. Und genau das ist auch gewollt. Meine Bilder benötigen keine Visa. Sie zeigen die Person, so wie sie sind.

Klar schminken sich einige selber. Das sind dann immer noch die authentischen Personen. Sie machen es im Alltag ja auch. Andere sind natura schon ein Hingucker und benötigen kein Makeup. 

Wer also auf Makeup verzichten möchte, kann das gerne machen. 

Einfach natürlich und authentisch sein, das ist es, was für mich und meine Bilder zählt. Keiner muss sich verstecken. Weniger ist meist mehr.

Aber auch für die Personen, die gerne mal einen Pickel haben. Ihr müsst das nicht zwingend abdecken. Ein ungeschminkter Pickel lässt sich zig mal besser am PC entfernen. Durch Makeup wird hier oft der Schatten vergrößert und der zu bearbeitende Bereich damit auch. Lass also im Zweifelsfall das Makeup einfach weg. Da kümmere ich mich 100% am PC drum.

Kompakt aber interessant

Die meisten, die mit mir bereits zusammen gearbeitet haben werden jetzt sicher sagen: „Kenne ich, das ist doch nichts neues“. Aber für einige schreibe ich es hier gerne nochmal zusammen und für alle Neuen mit Interesse an einem Shooting ist es „Die Anleitung“ zum 1A Einstieg in die Zusammenarbeit mit mir.

Kommunikation
An aller erster Stelle steht bei mir seit eh und je die Kommunikation. Ohne diese wird es ganz sicher nicht zu einem Termin kommen. Ganz gleich ob auf bezahlter oder kostenloser Basis. Irgendwie muss ich doch erfahren, was die Person möchte, was für Bilder entstehen sollen. Dabei kommt es mit nicht auf Geschwindigkeit an. Man hat immer mal was anderes um die Ohren. Aber wenn man nach 1-2 Tagen antwortet, ist das für mich schon ok. 

Aber viel wichtiger ist es mir, dass der Inhalt einer Nachricht stimmt. Mit „Ey shooten“ oder „Wollen wir Fotos machen“ kommt man nicht sehr weit bei mir. Man sollte sich schon ein paar Gedanken gemacht haben, was man will. Ob nun in Worten beschrieben oder mit Beispielbildern erklärt ist da egal. Hauptsache ich erkenne, was man sich wünscht.

Und man muss sich selber auch verkaufen können. Warum möchtest Du unbedingt Bilder machen, warum gerade mit mir? Was sind deine Stärken oder hast Du sogar schwächen?

Der Wunsch
Ich habe es gerade schon angerissen. Als nächster Punkt nach der Kommunikation steht dein Wunsch. Was möchtest Du mit mir umsetzen? Wie stellst Du es dir vor? Wo möchtest Du es umsetzen? Je besser Du deine Idee verkaufst und beschreibst, um so eher greife ich zum Kalender und biete Dir Termine an.

Es muss nicht ins kleinste durchgeplant sein, aber „Bilder am Strand mit Kleid“ oder „Mit Blumen im Hintergrund“ sind sehr oberflächlich gehaltene Ideen. Was für ein Kleid? Welcher Strand? Welche Uhrzeit? Was für Blumen mit welchen Outfit? Das sind die Fragen, die sich mir dann in den Vordergrund drängen. Und ganz ehrlich, oft habe ich da schon keine Lust drauf zu antworten. Ich möchte gerne Deine Idee umsetzen und dir nicht meine Idee durch Fragen verkaufen.

Denn ganz wichtig ist: Wenn ich eine Idee habe, dann schreibe ich jemanden direkt an und erzähle ihr von der Idee und begeistere sie dadurch, es unbedingt mit mit shooten zu wollen. Und dann macht das Ganze auch richtig Spaß und bringt starke Ergebnisse mit sich.

Fazit
Gute Kommunikation mit kompakten und interessanten Inhalt sichert Dir einen Termin, versprochen.

Ungewohnt

Es ist wirklich etwas ungewohnt, mit der neuen und kompakten Kamera zu arbeiten. Aber nach 5 Tagen kann man sich einfach noch nicht 100%ig mit einer neuen Kamera angefreundet haben. Sicher habe ich mir jetzt die Bedienelemente eingeprägt und ich weiß, wie ich etwas einstelle.

Aber an eine Sache werde ich mich nicht so schnell gewöhnen… Mir fehlt etwas das kleine Guckloch, das ich an meiner DSLR habe.Aber ich kann bis jetzt von der Sony DSC RX100 nur Gutes berichten. Sie ist schnell, handlich und intuitiv bedienbar. Technisch betrachtet fokussiert sie 1A und hat einen enormen Dynamikumfang, gerade wenn man starke hell/dunkel Elemente im Bild hat.Für knappe 370 Euro kann man sie bereits erwerben, hier mal der Link zu Amazon: http://amzn.to/2tbr0zF

Und ich kann Euch hier mal die ersten Ergebnisse der Kamera präsentieren, die am Wochenende entstanden sind.

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Jessica auf der Wiese
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Charlotte am Lost Place

Die Foto-Shooting-Vereinbarung

Ein sehr wichtiges Thema, wenn es um Bilder geht, ist die rechtliche Absicherung. Besonders dann, wenn man plant, die Bilder ins Netz zu stellen.

Oft werde ich gefragt, warum eine Vereinbarung nötig ist. Ich will damit niemanden etwas verkaufen. Es sollen nur beide Seiten etwas schriftliches haben, was man mit den Bildern machen darf, oder halt nicht.

Die Vereinbarung wird immer dann geschlossen, wenn es zum ersten Mal um Bilder geht, die ich als KlimaPic veröffentlichen darf. Sie ist dauerhaft gültig, muss also nicht jedes mal neu unterschrieben werden.

Folgende Punkte werden in der Vereinbarung geregelt:

  • Ich darf Fotos von der Person machen
  • Ich darf freigegebene Bilder dauerhaft nutzen
  • Ich darf Bilder nicht verkaufen
  • Ich liefere die vereinbarte Menge an Bildern
  • Ich darf Personen nennen
  • Die fotografierte Person darf die freigegebenen Bilder dauerhaft nutzen
  • Die Bilder dürfen nicht wesentlich verändert werden
  • Der Fotograf muss genannt werden

Das ganze ist natürlich in der Vereinbarung etwas anders ausgedrückt, Juristen wünschen das so. Somit haben beide dauerhaft was von den Fotos und Streitigkeiten sollten damit nicht aufkommen.

Personen unter 18

Zusätzlich habe ich noch eine Passage für Personen unter 18 Jahren in der Vereinbarung. Sollte jemand mit mir Fotos machen wollen und ist noch nicht 18, brauche ich zwingend die Einwilligung der Eltern. Und zwar von beiden, Mutter und Vater.
In den Fällen, wo ein Elternteil das alleinige Sorgerecht hat, genügt natürlich diese eine Unterschrift. Auch diese Einwilligung wird nur einmal gefordert. Bei weiteren Terminen weise ich immer darauf hin, dass man den Eltern offen und ehrlich sagt, wenn man wieder einen neuen Termin mit mir hat.

Warum habe ich keinen Vertrag?

Bei vielen Fotografen sieht man oft Begriffe wie TfP-Vertrag oder Model-Release-Vertrag. Diese Verträge haben auch ihre Berechtigung, zielen aber auf anders arbeitende Fotografen ab. Der klassische TfP-Fotograf nimmt nie Geld, der Berufsfotograf hingegen zahlt entweder ein Honorar um die Bilder zu bekommen, oder wird bezahlt, wenn er Fotos für eine Person anfertigt.

In meiner Vereinbarung geht es ausschließlich um den rechtlichen Rahmen, wenn Bilder für mich zur Nutzung freigegeben werden. Diese Freigabe erhalte ich aber bei fast allen Shootings.

  • Bei freien und TfP Shootings ist es Grundvoraussetzung, dass ich die Bilder nutzen darf
  • Bei den Teil-Bezahlten Shootings ist auch eine Nutzung der Bildern durch mich vorgesehen
  • Aber auch bei Aufträgen habe ich viele Kunden, die mir als Dank Bilder zur Nutzung frei geben

Kurz um ist meine Vereinbarung auch irgendwie ein Vertrag, ich nenne es halt nur nicht so. Tut der Wirksamkeit aber kein Abbruch. Zudem hört sich Vereinbarung einfach netter an!

Thema Narben

Narben sind für immer. Aber nicht immer wollte man sie haben. Ich möchte hier auch nicht über Narben reden, die man auf Grund einer notwendigen OP bekommen hat.

Es geht hier um Narben, die sich Personen zufügen, weil sie es auf Grund einer Krankheit machen. Ja genau, eine Krankheit. Es ist für viele Menschen nicht nachzuvollziehen, was in diesen Menschen vorgeht oder vorging. Nun haben sie aber Narben, körperlich aber auch seelisch.

Wer etwas mehr Informationen haben möchte, kann auf Wikipedia schon einen kleinen Einstieg bekommen. Aber das Thema ist so komplex, das wird nie jemand vollständig in Text verfassen können. Hier der Link zu Wikipedia.

Nun habe ich aber angefangen, diese Narben auch in Shootings zu entdecken. Es ist nicht einfach mal so fotografiert. Man muss den Menschen kennenlernen. Etwas hinter die Kulisse gucken, um einen Ansatz zu verstehen, warum gerade diese Person auch zur Selbstverletzung gegriffen hat. Und es bedarf eine ganz große Portion Vertrauen dazu. Für einige ist es schon fast was intimes, was ganz privates.

In Zukunft werde ich in dieser Galerie immer wieder neue Bilder zeigen und kleine Texte dazu verfassen.

Winter-Portrait

Portraits im Winter benötigen nicht immer Schnee. Mit ein paar Kleidungsstücken kann man einen Look erschaffen, dass der Betrachter denkt, es wäre kalt und winterlich.

Tag und Uhrzeit
Die Wahl des Tages und der Uhrzeit ist gerade im Winter sehr wichtig. Ideal sind Tage mit Sonnenlicht, also weniger Wolken. Ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang sollte man anfangen. Zur Ermittlung von Sonnen Auf- und Untergang nutze ich die App „Sonnen-Info„. Hier kann man Tag und Zeit einstellen und sieht auch gleich noch, aus welcher Richtung die Sonne kommen wird.

Verträumter Ort oder Location
Der Ort sollte sowohl schattige als auch sonnige Bereiche haben, damit man das Sonnenlicht dosieren kann. Waldlichtungen, Parks oder Straßen mit höheren Bebauungen können hier ideal sein. Auch hier hilft die App zur Ermittlung von guten Orten ohne unbedingt erst hinfahren zu müssen.

Die Richtung der Sonne
Da die Sonne im Winter recht tief steht, ist fast direktes Sonnenlicht kein Problem mehr für die Augen. Aber das kann auch von Person zu Person unterschiedlich sein. Versucht doch mal die Person mit schattigem und dann mit einem sonnigen Hintergrund zu fotografieren.

Man kann aber auch die Sonne in den Rücken stellen. Hier kann es hilfreich sein, die Person neben eine helle Wand zu platzieren. Auch ist der Einsatz von Reflektor oder Blitz (möglichst mit Softbox) sind denkbar.

Wenn man gegen die Sonne fotografiert, kann man sich auch einen „Lens flare“ gönnen. Hierzu richtet man das Objektiv so, dass ein wenig Sonnenlicht auf das Glas vom Objektiv kommen kann. Die Dosis probiert man einfach aus.

Arbeiten mit den Kleinen
Wenn man mit Kindern arbeitet ist Schnelligkeit gefragt. Sie agieren so fix, manchmal hatte ich schon an die Serienbildfunktion gedacht. Bei Kindern ist es auch immer Hilfreich, ihnen kleine Aufgaben zu geben. Sie können sich z.B. ein Blatt oder Stock näher betrachten oder auf etwas raus klettern. Wichtig ist, sie sind beschäftigt und langweilen sich nicht.

Wichtiges im Gepäck

  • Decken
  • Warme Getränke
  • Snacks

Thema Begleitung

Gerade beim ersten Shooting wird gerne nach einer Begleitung gefragt. Das sollte generell nie ein Problem sein. Diese Person kann sogar sehr hilfreich sein. Ich hab immer etwas, was diese Person dann machen kann. Den Blitz halten, etwas zurecht rücken. Aber herum sitzen ist nicht.

Nur folgende Dinge darf eine Begleitung niemals machen: ablenken, besser wissen oder sonst irgendwie das Shooting stören.

Jetzt könnte man denken: Ist doch klar!
Leider nicht. Alles genannte sind leider Erfahrungswerte. Tritt so etwas ein, bitte ich die Begleitung, sich entweder korrekt zu verhalten oder sich so weit zu entfernen, dass eine Wiederholung ausgeschlossen werden kann.

Das Model sollte daher vorher mit der Begleitung darüber sprechen.

Auf diesem Bild demonstriert meine Freundin Anja, was eine Aufgabe einer Begleit-Person sein kann: Den Blitz halten.

Das erste Shooting

Ich arbeite gerne mit Newcommern. Nicht weil die Unerfahrenheit mich reizt. Nein, es ist der Ausdruck, den diese neuen Gesichter mitbringen. Er ist natürlich und unverfälscht. Das macht sich in den Bildern sofort bemerkbar.

Klar ist es auch immer wieder eine Herausforderung, die ich aber gerne auf mich nehme. Die Ergebnisse belohnen mich und das Model dafür.
Aber was bedeutet es für das Model, das zum ersten mal vor der Kamera steht? Es sind die verschiedensten Eindrücke, die beim ersten Shooting wirken. Da ist der Fotograf, eine meist unbekannte Person. Die Situation „Shooting“, die man noch nicht kennt. Auch ist die Location evtl ungewöhnlich,  oder gar mit fremden Personen gefüllt.
Oft dauert es 15 bis 30 Minuten,  bis man in der Situation angekommen ist. Diese Zeit gilt es zu überwinden.  Ist das geschafft,  ist der Rest fast ein Kinderspiel. Das haben mir bisher alle bestätigen können. Man muss sich nur den ersten Ruck geben.

Man muss auch nicht viel können, viele Dinge erlernt man schnell nebenher. Klar ist ein wenig Vorstellungskraft und eine Priese Talent immer von Vorteil.  Aber es geht auch ganz ohne.

Das Shooting selbst läuft eigentlich auch immer locker bis spaßig ab. Ich versuche immer zu kommunizieren, zeige oft die Bilder, gehe auf Ideen oder Anregungen ein. Oft läuft ein Shooting ganz anders ab, als man es sich vorgestellt hat. Spontan ändert man auch mal die Idee, findet andere und interessante Orte. Aber am Ende hat man genügend Fotos gemacht und kann zufrieden heim gehen.

Die Vorbereitungen sind auch nicht so dramatisch.  Man sollte natürlich fit und ausgeschlafen sein. Eine Party am Tag vorher wird man auf den Bildern ganz sicher sehen. Was Kleidung und ggf Makeup angeht, wird das immer vorher besprochen.

Meist dauert das erste Shooting auch nicht sehr lange 1-2 Stunden inklusive einer kurzen Vor- und Nachbesprechung. Auch spricht man dann noch ein paar Bilder durch. Seit neuestem kann man sich bei mir auch ein Bild aussuchen, dass ich dann noch vor Ort per Mail oder WhatsApp verschicke. So hat man gleich was zum Zeigen.

Nach dem Shooting stelle ich dann die Bilder in einer Vorschau bereit. Hier kann man sich dann Bilder aussuchen. Alles weitere werde ich dann im nächsten Beitrag erzählen.